Jetzt vergeben die Banken Geld an die Käufer von ihren eigenen Risikopapieren

27. November 2011 Feedback schreiben

Die Banken lassen sich immer etwas Neues einfallen, und auch jetzt ist es wieder soweit. Das Eigenkapital aufstocken und sich von den Problemanleihen lösen, das ist momentan das, was im Fokus der Banken liegt. Darum helfen sie jetzt den Käufern weiter, und zwar mit Krediten, um die Finanzierung des Kaufs zu bewerkstelligen. Die europäischen Banken müssen eine neue Eigenkapitalquote erfüllen, die bei neun Prozent liegt, daher haben sie versprochen, dass sie ihre Anleihen um 775 Milliarden Euro verringern wollen, und zwar innerhalb der nächsten zwei Jahre. Also müssen die Anleihebestände reduziert werden. Das ist allerdings nicht so einfach aber dennoch sehr wichtig, gerade bei den Problempapieren. Dafür will man diese Papiere interessanter machen, und daher werden nun diese sogenannte Verkäuferfinanzierungen vergeben. Das sind spezielle Kredite, die an die potentiellen Käufer von diesen Anleihen vergeben werden.

Das ist eine recht neue Art der Geldbeschaffung, und sie erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Die Käufer müssen, um diese Verkäuferfinanzierung zu bekommen, auf jeden Fall ausreichend Vermögenswerte haben, dennoch können sich viele potentielle Käufer ohne solche Kredite dieses Geschäft überhaupt nicht leisten. Das Problem ist hier eindeutig, dass es einfach viel zu viele recht durchschnittliche Anleihen gibt. Es gibt hier wohl eine große Lücke, zum einen zu riskant für irgendwelche andere Banken, und für Privatinvestoren nicht billig genug. Das ist die Ursache für diesen neuen und ungewöhnlichen Bankenweg. Momentan ist es daher fast unmöglich, diese Problempapiere überhaupt richtig verkaufen zu können. Das ist deshalb so, weil die Banken wohl am Anfang zu lange gezögert haben, beim Kauf Rabatte zu gewähren. Die Banken sind schon fast gezwungen zur Zeit, diese Verkäuferfinanzierungen auf jeden Fall anzubieten. Sonst könnten sie Verluste, die bei den üblichen Verkäufen entstehen, gar nicht erst verkraften.

 

Bildquelle: Gerd Altmann  / pixelio.de

Schreibe ein Feedback!



* Alle gekennzeichneten Felder sind Pflichtangaben.

*